Neue Offshore-Projekte gehen 2026 ans Netz
In der zweiten Jahreshälfte 2026 nehmen mehrere große Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee ihren Betrieb auf. Insgesamt kommen rund 4 Gigawatt neue Leistung hinzu – das entspricht der Kapazität mehrerer konventioneller Kraftwerke. Damit wächst die installierte Offshore-Gesamtleistung in Deutschland auf über 13 GW. Die Bundesregierung hält damit am Ausbauziel von 30 GW bis 2030 fest, auch wenn Lieferketten und Netzanbindung weiterhin Engpässe darstellen.
Netzanbindung als Nadelöhr
Der Ausbau der Windparks selbst verläuft schneller als der Bau der nötigen Seekabel und Konverterplattformen. Übertragungsnetzbetreiber wie TenneT investieren 2026 mehrere Milliarden Euro in neue Anbindungssysteme. Verzögerungen bei einzelnen Projekten führen dazu, dass fertige Turbinen zeitweise nicht einspeisen können. Für Verbraucher relevant: Diese Investitionen fließen teilweise über die Netzentgelte in die Stromrechnung ein und dämpfen mögliche Preissenkungen durch günstigen Windstrom.
Was das für den Strompreis bedeutet
Mehr Offshore-Windstrom drückt an windreichen Tagen den Börsenpreis (EPEX Spot) teils auf unter 4 Cent/kWh oder sogar in negative Bereiche. Wer einen dynamischen Tarif nutzt, profitiert direkt von diesen Tiefpreisphasen. In der Grundversorgung dagegen kommen die niedrigen Beschaffungskosten oft erst mit Verzögerung an. Experten erwarten für 2026 einen leicht sinkenden Großhandelspreis, der jedoch durch steigende Netzentgelte teilweise wieder ausgeglichen wird.
Empfehlung
Der wachsende Anteil an günstigem Offshore-Windstrom lohnt sich vor allem für flexible und ökobewusste Haushalte. Prüfen Sie, ob ein Ökostrom- oder dynamischer Tarif zu Ihrem Verbrauch passt – gerade bei Wärmepumpe oder E-Auto kann sich der Wechsel deutlich rechnen. Im Volt-Gas Tarifrechner können Sie jetzt günstige Tarife vergleichen und sofort das Sparpotenzial für Ihren Haushalt berechnen.